Wer sagt da, das Wellenreiten sei eine reine Männerbastion? Braun gebrannten jungen Männern vorbehalten, die sich in der Brandung kalifornischer Küsten austoben und mit wagemutigen Surfkünsten die Herzen der Frauen erobern? – Weit gefehlt: Mein Name ist Sheila Tischer, und ich stehe schon fast so lange, wie ich auch laufen kann, auf den Brettern, die das Meer bedeuten.
Als kleines Mädchen nahm mich mein Vater oft mit auf seine Surftrips nach Sylt, wo ich im Niedrigwasser meine ersten Wellenreitversuche unternahm und schnell immer sicherer und wendiger wurde. Bald darauf wagte ich mich auf den Wellenkamm der sich brechenden Hochwasserwellen und war schon mit 10 eine viel bestaunte Virtuosin auf dem Surfbrett. Ob beim stundenlangen Wellenreiten im stürmischen Meer der französischen Atlantikküste, beim Windsurfen mit Segel und Neoprenanzug in der Nordsee oder beim Kitesurfen mit Lenkdrachen in der Karibik – ich hatte überall meinen Spaß, und mir entging einfach kein Surfspot, nicht einmal die so genannten „Secret Spots“ an der Ostsee!
Neben dem einfachen Wellenreiten entdeckte ich auch die weiteren Möglichkeiten, die Flut zu beherrschen und an der Brandung meine Kunststücke zu vollführen: Windsurfen, Kitesurfen und sogar den Nervenkitzel des Wakeboardens im Schlepptau eines Motorbootes. Selbst in den Wintermonaten ließ ich keine Gelegenheit dazu aus, eines meiner Bretter zu schnappen und mich in wärmeren Gefilden zu vergnügen, zum Beispiel im Mittelmeer oder an den Kanarischen Inseln.
Und im Grunde hat sich bis heute nicht viel daran geändert: Wann und wo auch immer es möglich ist, stelle ich meine Künste unter Beweis. Mittlerweile gebe ich anderen Surfbegeisterten Kurse – vorzugsweise Frauen und Mädchen – und ich habe diesen Blog hier gestartet, um meine vielen Erlebnisse und Erfahrungen auch mal festzuhalten und weiterzugeben.
Viel Spaß beim Lesen und immer eine steife Brise auf hoher See wünscht Ihnen
Ihre Sheila